SGBD plant ohne Bock und Traub

21/06/10
Von: Sebastian Picht
Rüdiger Traub war vier Jahre bei der SG Bünde-Dünne.
Mit 41 Jahren war Andreas Bock immer noch ein Leistungsträger.

Rüdiger Traub war vier Jahre bei der SG Bünde-Dünne.

Rüdiger Traub war vier Jahre bei der SG Bünde-Dünne.
Mit 41 Jahren war Andreas Bock immer noch ein Leistungsträger.

Mit 41 Jahren war Andreas Bock immer noch ein Leistungsträger.

Handball: Bünde setzt auf die Jugend

Bünde (BZ). Die SG Bünde-Dünne steht in der Handball-Landesliga vor einem großen Umbruch. Die Routiniers Rüdiger Traub und Andreas Bock werden in der kommenden Saison nicht mehr im Kader der SGBD stehen. Vorsitzender Ulf Schürstedt und Trainer Peter Schläger verordnen dem Team eine Verjüngungskur.
Die beiden 41-jährigen Traub und Bock zählten in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern bei der SGBD. Beide hatten zuvor zusammen in der Bundesliga beim TSV GWD Minden und anschließend in der zweiten Liga beim TuS Spenge gespielt. Vor vier Jahren heuerte Traub bei Bünde-Dünne als Spielertrainer an. Im zweiten Bezirksliga-Jahr gelang der Aufstieg in die Landesliga, in der Traub noch ein Jahr das Kommando auf der Bank hatte. In der abgelaufenen Saison lief Traub nach der Verpflichtung von Peter Schläger als Trainer nur noch auf Rechtsaußen als Spieler auf. Sein Kumpel Andreas Bock war zu Beginn der ersten Landesliga-Saison zur SGBD gestoßen und seitdem am Kreis eine feste Größe gewesen.
Während Traub überlegt, seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen zu beenden, wird Bock andauernden Gerüchten zufolge mit dem Mindener Kreisligisten VfB Holzhausen in Verbindung gebracht. Traub hatte bereits in der vergangenen Saison ständig mit Wadenproblemen zu kämpfen. Außerdem verlassen wie bereits bekannt die »Oldies« Kay Gentemann, Thomas Wächter und Oliver Zupka den Club. »Wir hatten eine der ältesten Mannschaften in der Landesliga«, sagt SGBD-Vorsitzender Ulf Schürstedt. In der kommenden Saison wird Bünde-Dünne eine der jüngsten haben. Druck wolle und könne man den jungen Spielern allerdings nicht auferlegen, so dürfte es in der starken Landesliga vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg gehen. »Uns ist klar, dass die Trennung von Bock und Traub ein großes Risiko birgt. Es wird eine schwierige Saison«, sagt Ulf Schürstedt und Trainer Peter Schläger kann ihm da nur zustimmen: »Für uns geht es in der nächsten Saison nur um den Klassenverbleib.« Um den hatte man schon in der vergangenen Saison lange Zeit zittern müssen - mit Andreas Bock und Rüdiger Traub. Am Ende sprang ein enttäuschender neunter Platz heraus. »Unsere Ziele vor der Saison waren andere gewesen«, sagt Schürstedt. Über deren Verbleib von Bock und Traub war in den vergangenen Wochen heftig spekuliert worden. »Nach vielen Gesprächen haben wir zusammen mit den beiden Spielern nun diese Entscheidung getroffen. Aus den unterschiedlichsten Gründen«, sagt Schürstedt.
Als externer Neuzugang steht bislang lediglich Rückraumspieler Philipp Witt von der TG Herford fest. Dafür werden Simon Beckmann, Nils Wilmsmann, Tim Koebke und Johann Steinmeier aus der A-Jugend in den Kader der ersten Mannschaft aufgenommen. Am Kreis soll Tobias Paffrath, der ein Jahr Lernphase als Nummer zwei hinter Andreas Bock hatte, nun die Lücke schließen. »Wir haben eine gute Nachwuchsabteilung, jetzt wollen wir auch auf die jungen Leute setzen«, begründet Schürstedt die personellen Veränderungen. In Gesprächen mit möglichen Zugängen befindet sich der Club noch, zu dieser Zeit wird es aber schwierig, noch gute Spieler zu finden.


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